Seminare, Workshops, Coaching im Atelier von Christian Koller
Aus frischer Quelle schöpfen
Alles was wir für unsere Seminare brauchen, ist ein wenig Mut für den ersten Schritt und einen handlichen Steinblock.
Ein Stück Marmor – ein kleines Universum für den, der sich darauf einlässt.
Wenn wir diesem Meister der Stille vollständig vertrauen, dann haben wir guten Grund zu doppelter Vorfreude.
Erstens: auf das greifbare Ergebnis, das wir erarbeiten und womit wir ein sichtbares Zeichen setzen
und Zweitens: auf den Weg dorthin, der uns so innerlich erneuert,
wie beispielsweise das Bewältigen des Jakobsweges nach Santiago de Compostella.
Erleichtern können wir unser erstes Zugehen auf die neue Herausforderung Stein,
in dem wir gemeinsam die Reise nach innen antreten – ins Innere des Steinblocks und in unser eigenes.
Wir müssen die ersten Schritte nicht alleine tun und erleben das Miteinander in der Gruppe als beruhigende Hilfe für den Start.
Wir erkennen sofort, dass Teamverständnis ein wesentlicher Bestandteil des Ganzen ist.
Wir lernen rasch Brücken bauen, wo vorher vermeintlich Unüberwindbares war.
Natürlich wird jeder behutsam begleitet um seine ersten Schritte zu meistern und seinen ganz persönlichen Rhythmus zu finden.
Bei diesem Finden hilft der Stein durch seine konstante Art.
Wir staunen, dass wir wesentlich mehr finden, als wir suchen.
Wir finden sehr bald heraus, dass Zeit eine relative Sache ist.
Trotzdem uns die Uhr etwas anderes sagen möchte.
Wir lernen uns Zeit zu nehmen.
Im vertrauten Umgang mit dem Partner Stein, der so geduldig alles auf sich zukommen läßt,
spüren wir, wie sich Spannungen nach und nach lösen.
Rasch merken wir, wie leicht uns das Loslassen fällt. Probleme, Sorgen und Aggressionen
übergeben wir dem Marmor mit vollen Händen. Wir können dabei unseren Emotionen freien
Lauf lassen. Und wundern uns, welche konkreten Lösungsansätze wir zurück bekommen.
Kein Hammerschlag bleibt ohne Rückmeldung – keine Meisselspur ohne Hinweis.
Die friedvolle Ruhe des Marmors beginnt sich auf uns zu übertragen und wir fühlen uns geerdet.
Bei der Erdung haben wir etwas gemeinsam mit dem Bauern, der den Pflug führt um sein Land umzubrechen.
Auch wir brechen mit unseren Werkzeugen dieses kleine Stück Land, das vor uns liegt auf und bereiten den Boden für ein fruchtbares Gedeihen von ungetrübter Lebensfreude,
überwältigender Kreativität, innerer Ruhe und klarer Entschlusskraft.
Ohne Gewissensbisse zerschlagen wir versteinerte Strukturen – auch in uns. Ballast fällt ab.
Mit Leichtigkeit reißen wir selbst errichtete Barrieren nieder,
gleichsam mit bloßen Händen.
Befreit von großem Druck.
In dem wir – jetzt schon fast spielerisch – Splitter für Splitter von unserem Block abtragen,
erlösen wir mit diesem Vordringen unser inneres Kind aus seinem steinernen Verließ.
Wir erleben eine nie gekannte Freiheit in dieser Art von Geburtsstunde.
Frische lebensbejahende Energie verhilft uns zu enormer Leichtigkeit.
Die lebendige Quelle, aus der wir schöpfen, scheint nicht versiegen zu wollen.
Erneuerbare Energie in weitestem Sinne.
Das ist die Lösung.
Christian Koller